Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Hier der originale Wortlaut des Leserbriefes vom 25. Oktober 2007 in der Frankenpost:

Dipl. Ing. Karl Paulus, Schlößlein 1, 95199 Thierstein

Leserbrief:

Die Autobahnplanung muss gestoppt werden!

oder

Wo ist der weise Moderator?

Die Forderung des Hofer Landrats Bernd Hering nach einem Planungsstopp der Fichtelgebirgsautobahn („B 303 neu“) ist das Gebot der Stunde. Eine Ost-West-Autobahn durch den wertvollen Natur- und Erholungsraum Fichtelgebirge ist durch nichts zu rechtfertigen! Seit die möglichen Trassenkorridore der „B 303 neu“ veröffentlicht worden sind, ist in den neu betroffenen Orten eine breite Bürgerbewegung gegen das Projekt entstanden.

Ich sehe mit großer Sorge, wie die Autobahnplanung in zunehmendem Maße eine Spaltung der Region verursacht. Bürger und Kommunen an der bestehenden B 303, denen man Hoffnung auf Verkehrsentlastung gemacht hat, im Widerspruch und Konflikt zu Bürgern und Kommunen, welche durch den Bau der Transitautobahn akut betroffen wären und um ihre Lebensqualität fürchten.

Dabei braucht unsere Region alles anders als Spaltung und Lähmung. Sie braucht die Einheit und die Bündelung aller Kräfte. Auch um mit einer Stimme bundesweit für den einmaligen Naturraum Fichtelgebirge zu werben. Mit ihren Naturschätzen – ich erinnere an Luchs, Biber, Fischotter, Schwarzstorch und Weißstorch – kann unsere Region durchaus mit dem Bayerischen Wald mithalten; dort hat man begriffen, worauf es ankommt.

Ich möchte auch eindringlich davor warnen: Durch die anhaltende Autobahndiskussion entsteht in erheblichem Maße Politikverdrossenheit und Schaden für unsere Demokratie. Der Großteil der Bevölkerung ist klar gegen diese Autobahn. Das wurde am Sonntag in Thiersheim bei einer machtvollen Demonstration gegen das Projekt wieder eindrucksvoll unterstrichen. Dennoch werden die Pläne weiterverfolgt, als wäre es ein Naturgesetz. Wie kann das sein? Will man das Projekt mit Gewalt gegen die Bevölkerung durchboxen? Droht im Fichtelgebirge ein zweites Wackersdorf?

Ich sehe nur einen Ausweg aus diesem Dilemma: Die Autobahnplanung muss schnellstens gestoppt werden. Damit der Weg frei wird, für verträgliche und intelligente Lösungen, so wie es BN und Bürgerinitiative bereits aufgezeigt haben. Die Region braucht dazu einen weisen und umsichtigen Moderator, der im Gesamtinteresse unserer Fichtelgebirgsheimat die verschiedenen Interessen zusammenführt. Der eine Lösung der Verkehrsprobleme ohne Autobahn aufzeigt. Ist es ein Politiker? Ist es Regierungspräsident Wenning? Oder ist es die Frankenpost? Ich sehe das ganze Für und Wider gegen die Autobahn über Jahre hinweg auch als Verschwendung geistiger Ressourcen, gewissermaßen als Energieverschwendung. Welcher Moderator kann die verschiedenen Energien bündeln? Damit diese als Synenergie zusammenwirken, für eine gute Zukunft unserer Heimat.

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27.04.2017, 10:57 Uhr

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