Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Bürgerinitiative gegen die Fichtelgebirgsautobahn Gefrees und Umgebung (BiG)

Kommentar zum Interview mit Frau Sandra Schiffel im Bad Bernecker Stadtanzeiger vom 9. November 2007

Was erschwert den Schulterschluss mit den Bürgerinitiativen an der B 303?

1. Eine falsche Zielstellung
Um den persönlichen Belastungen durch zunehmenden Schwerlastverkehr vor der eigenen Haustür zu entgehen, hält Frau Schiffels Bi den Bau einer „B 303 neu“ für gerechtfertigt, wenn durch andere Maßnahmen eine Verkehrsberuhigung auf der B 303 alt nicht zu erreichen ist. Dass damit der hochsensible Naturraum Fichtelgebirge schwer geschädigt, ein Naherholungsraum zerstört und die Grundlagen für den Fremdenverkehr geschmälert würden, nimmt sie ebenso billigend in Kauf, wie die Tatsache, dass eine solche Trasse noch mehr Schwerlastverkehr anziehen würde und dadurch bei Tausenden von Menschen der Leidensdruck durch eine neue Autobahn herauf beschworen würde.

Zur Begründung verweist sie auf die zu erwartende Verkehrslawine aus Tschechien, wenn die R 6 von Prag nach Eger ausgebaut sein wird. Prognosen sind wie das Lesen aus dem Kaffeesatz, deswegen sollten Amateure dies den Fachleuten überlassen. Und diese Experten aus den staatlichen Bauämtern haben unter Berücksichtigung der beabsichtigten Baumaßnahmen in Nordbayern, Sachsen, Thüringen und der Tschechischen Republik eine Steigerung des Gesamt-Schwerlastverkehrs bis zum Jahr 2025 von 15 % errechnet, fußend auf den Verkehrszahlen von 2006. Bedenkt man, dass die A 6 von Prag über Waidhaus nach Nürnberg in wenigen Monaten vollendet sein wird, und der Ausbau der R6 zwischen Nové Straseci und Karlsbad auch weiterhin nur zweispurig erfolgt, kann man realistisch keine überzeugende Argumentation für den Ausbau der „B 303 neu“ daraus ableiten.

2. Unverständliches Vorgehen
Es ist kein Geheimnis, dass seit Wochen die Bürgerinitiativen des Fichtelgebirges den Schulterschluss suchen, um die Verkehrsbelastungen durch den grenzüberschreitenden Schwerlastverkehr zur Schonung des Naturraumes Fichtelgebirge und der Bevölkerung an den Transitstrecken durch das Fichtelgebirge zu reduzieren. Doch die Bi`s an der B303 haben nach der ersten Sitzung eines „Runden Tisches“ im Alleingang mehrere Anträge auf Sperrung der B303 für den Durchgangsverkehr über 7,5 t Gesamtgewicht an Kommunen und Kreise versandt, ohne dies mit den anderen Bi´s abzustimmen oder gemeinsam voranzubringen. Dabei wäre gerade diese Forderung von allen anderen Bi´s mitgetragen worden, wenn von der Aussage abgerückt worden wäre, dass im Falle der Ablehnung dieser Anträge dann eben doch eine „B303 neu“ gebaut werden sollte.

Unverständlich ist die Darstellung, dass die anderen Bi´s den Leidensdruck der Anwohner an der B303 nicht ernst nähmen, dass Verkehrszahlen verschwiegen oder verdreht würden. Die Bürgerinitiativen im Norden des Fichtelgebirges, die von hunderten von aktiven Mitbürgern getragen werden, argumentieren in sachlicher Weise, um den Verantwortlichen auf der politischen Entscheidungsebene die Ungereimtheiten und Fehleinschätzungen der vorliegenden Planungen nachdrücklich vor Augen zu führen. Und deswegen wäre es um so wichtiger, dass nicht nur alle Bürgerinitiativen gemeinsam ihre Ziele abstimmten und miteinander vertreten, sondern auch nach Verbündeten suchten, um unser Fichtelgebirge als Naturraum zu erhalten.


Peter Hottass, für die Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn, Gefrees
Sandra Krause, für die Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn, Waldstein
Martina Neubauer, für die Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn, Aktionsgruppe Süd
Renate Ide, für die Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn, Thiersheim
Uwe Döbereiner, für die Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn, Höchstädt

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