Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Sowohl in der Frankenpost als auch im Nordbayerischen Kurier gab es vor dem letzten Wochenende (12./13. Januar 2008) Berichte über die Zerschneidung der Landschaft im Fichtelgebirge und anderswo und die Auswirkungen daraus. Anlass war der Umweltbericht 2007 unseres bayerischen Umweltministers Otmar Bernhardt.

Unserer Meinung nach wird unterschwellig deutlich, dass man zwar mit weniger Platz auskommen müsse, es aber Gebiete gäbe, in denen noch großzügig zusammenhängende Landschaftsgebiete vorhanden seien. Wir haben uns daraufhin den Umweltbericht genauer angesehen.

Schaut man sich die an Karte auf Seite 71 an, dann sieht man um Bayreuth im Fichtelgebirge keinen zusammenhängenden unzerschnittenen Landschaftsteil. Der grüne Fleck östlich von Bayreuth ist der Steinwald südlich von Marktredwitz. Er hat mit dem eigentlichen Fichtelgebirge nichts zu tun.

Man kann daraus nur ableiten, dass das Fichtelgebirge keinen weitere Zerschneidung mehr verträgt. Schliesslich ist das Fichtelgebirge laut anderer Veröffentlichungen - auch der REA 2006 des Strassenbauamtes - eine der Drehscheiben der Wildwanderung und des Populationsaustausches (siehe dazu die Grafik K 21 der REA 2006 (3,4 MB) und insbesondere die dick gestrichelten schwarzen Pfeile dort). Entlang der A9 sollte man daher wohl eher Grünbrücken statt Wildschutzzäunen bauen!!!!

Wenn man sich verdeutlicht, dass gerade der Bereich stark von Wanderrouten durchzogen ist, in dem laut Strassenbauamt das neue Autobahndreieck A9 - B 303 neu entstehen soll, (nämlich zwischen Münchberg und der Schiefen Ebene) dann kann man sich nur fragen, wer hier einen Umweltbericht interpretiert und zu welchem Zweck.

Frau Winkler (Straßenbaubehörde) hat kürzlich in "bau intern" geschrieben: "Die Raumwiderstandsstufen "hoch" und "mittel" haben für die Korridorfindung im Rahmen der REA keine Bedeutung, da sie nahezu flächendeckend vorliegen und so nicht zielführend sind." Wir übersetzen das mit: "Raumwiderstände kümmern mich nicht die Bohne! Ich muss eine Autobahn planen!"

.... und dabei sind offenbar weder Mensch noch Tier noch Landschaft noch der Bedarf ein Kriterium, sondern der politische Wille.

Zur Kommunalwahl am 2. März 2008 und später am 1. Mai 2008 und im Herbst bei der Landtagswahl haben Sie die Gelegenheit, diesen "politischen Wille" doch mal deutlich kund zu tun. Hinterfragen Sie die Kandidaten, machen Sie ein Kreuz an der richtigen Stelle und merken Sie sich den 1. Mai 2008 am Waldstein in Ihrem Terminkalender vor!

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27.04.2017, 10:56 Uhr

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