Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Heute veröffentlichen wir aus aktuellem Anlass eine

Pressemitteilung des Kreisverbandes Bündnis 90/ Die Grünen Wunsiedel:

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen spricht sich gegen eine Fichtelgebirgsautobahn und für eine Sperre des LKW-Transitverkehrs auf der B303 zwischen der A93 und der A9 aus.

Kreisrätin Brigitte Artmann stellt klar, ein Ausbau der bestehenden B 303 im Raum Marktredwitz ist unmöglich.

Ein Autobahnkreuz der erforderlichen Größe ist im Bereich der derzeitigen Kreuzung B 303/ A 93 nicht zu errichten. Dazu müßte die Bahnlinie Nürnberg/Prag versetzt werden. Die bestehende Autobahnbrücke hätte ebenfalls nicht die erforderliche Dimension. Selbst mit Lärmschutz ist eine derartige Situation den Anwohnern in Lorenzreuth nicht zuzumuten.

Wenige Meter weiter westlich entlang der bestehenden Trasse befinden sich die sogenannten Wunsiedler Marmorzüge. Es handelt sich dabei um Gesteinszüge die bis unter den Steinwald reichen. Aus dem Marmorzug unter dem Steinwald beziehen die Städte Waldershof und Marktredwitz ihr Trinkwasser. Diese Marmorzüge "sprechen" miteinander. Das heißt in gewisser Weise findet ein Wasseraustausch statt. Ungefähr auf Höhe des Wohngebietes Eigenheim in Marktredwitz befindet sich zu allem Unglück bereits die alte Marktredwitzer Deponie in genau diesem Marmorzug. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Hof mußte diese Deponie vor einigen Jahren mit Kontrollschächten nachgerüstet werden. Damals gab es Todesfälle von Rindern auf einem Bauernhof unterhalb der Deponie. Es gab den Verdacht auf ein Nervengift. In dieser zum Grundwasser ungesicherten Deponie lagerte auch die Chemische Fabrik Marktredwitz ein. Nach damaligen Zeugenaussagen ganze Lastwagenladungen voll. Die Quecksilber verarbeitende Fabrik war während des 2. Weltkrieges Rüstungsbetrieb.

Was in der Deponie tatsächlich lagert, ist unbekannt. Sie ist eine gefährliche Altlast, da sich viele der Stoffe nicht abbauen werden und muß eigentlich ausgekoffert und ordnungsgemäß entsorgt werden. Aus Kostengründen ist das bisher nicht geschehen. Wir bezweifeln, dass das Straßenbauamt dazu bereit ist. Aber ohne Entsorgung, kann darüber keine zusätzliche Fahrspur gebaut werden.

Wie gefährlich die Situation tatsächlich ist, macht der Gesteinseinbruch in der Bayreuther/Thölauer Straße deutlich. Ein Gesteinseinbruch unter der Deponie in das Grundwasser wäre verheerend. Zu allem Überfluß befinden sich zwischen Deponie und dem Loch in der Bayreuther/Thölauer Straße noch alte Bergwerksschächte.

Wir sind der festen Überzeugung, die Trasse Z im Bereich Marktredwitz ist aus oben genannten Gründen nicht realisierbar.

Eine Trasse D über den Ortsteil Thölau kommt für uns nicht in Frage. Wir sind gegen eine Fichtelgebirgsautobahn.

Wir hoffen, dass sich doch noch die Vernunft durchsetzt und es zu einer Sperre für den LKW-Transitverkehr zwischen A 93 und A 9 kommt.

Mit freundlichen Grüßen,


Brigitte Artmann
Kreisrätin

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19.11.2017, 07:33 Uhr

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