Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

Home
News
Die BI
Presse

In der Frankenpost vom 1.4.2008 konnte man lesen, dass es für das geplante Straßenbauprojekt „Anbau einer zweiten Fahrbahn der Umgehung Schirnding“ keinen Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren geben wird

Wer dabei an einen Aprilscherz geglaubt hat, wurde bitter enttäuscht, die Meldung ist ernst zu nehmen.

Folgende Informationen sollte man kennen:

  • Auf Seite 5 des Planfeststellungsantrages steht zu lesen:

    Zum vorliegenden Anbau der 2. Fahrbahn teilte die Regierung von Oberfranken mit Schreiben vom 04.06.2004 mit, dass von einem Raumordnungsverfahren abgesehen werden kann. Die raumordnerischen Belange werden im Planfeststellungsverfahren berücksichtigt.
  • Und auf Seite 6 des gleichen Dokuments findet sich:

    Eine Beplanung der Gesamtmaßnahme bis zur Landesgrenze ist derzeit nicht möglich, da zum Einen die Konzeption des Grenzüberganges nach Beitritt der Tschechischen Republik zum Schengener Abkommen noch nicht feststeht und zum Anderen auf tschechischer Seite die Planung zwischen der Anschlussstelle Pomezi und dem Grenzübergang noch nicht vorliegt.
  • Auf Seite 7 steht:

    Die prognostizierten Verkehrszahlen (s. Pkt. 1.4) bedingen gemäß RAS-Q 96 für die B 303 einen Straßenquerschnitt RQ 26, die asphaltierte Breite der 2. Fahrbahn beträgt 10,00 m.

Das muss falsch sein, denn unter Punkt 1.4, ebenfalls auf Seite 7 wird vorhergesagt:

Für den Prognosehorizont 2020 ergibt sich im Bereich der OU Schirnding eine Verkehrsbelastung von 13.600 Fz/24 h.

Dafür ist jedoch keine Straße mit RQ26 erforderlich. Nach gängigen Beurteilungskriterien wäre der RQ 10,5 (7000 bis 20000) oder RQ 15,5 (7000 bis 23000) oder RQ 20 (13000 bis 30000 mit 15% LKW-Anteil) vollkommen ausreichend.

Unser Kommentar dazu:

Die Absicht, die hinter diesem Verfahren steckt ist offensichtlich. Möglichst ohne Bürgerbeteiligung (Verzicht auf ein Raumordnungsverfahren und einen Erörterungstermin) wird eine Ortsumgehung geplant, für die es vom derzeitigen Verkehrsaufkommen her keinerlei Bedarf gibt. Schlimmer noch, der Querschnitt der Straße ist völlig überdimensioniert und entspricht jenem der A 93. Diese 2,5 km lange Ortsumgehung in Form einer Autobahn wird weder eine Anbindung nach Osten zur Landesgrenze noch in absehbarer Zeit eine Anbindung nach Westen erfahren. Eine größere Geldverschwendung als diese sinnlosen 2,5 km Autobahn ist kaum vorstellbar. Allerdings wird dieses erste Teilstück der Fichtelgebirgsautobahn unter der harmlosen Tarnbezeichnung "Anbau der zweiten Fahrbahn" gebaut. Und irgendwann dient dies als Rechtfertigung dafür, dass man natürlich unbedingt weiterbauen muss.

Diese geplante Baumaßnahme ist völlig unsinnig, so lange nicht definiert ist, welche Form (k)eine Ost-West-Verbindung von der Landesgrenze zur A 70 haben wird.

Terminkalender

Kontakt
Unsere Partner
Seitenzugriffe
23.03.2017, 05:20 Uhr

Nutzungsbedingungen ~ Impressum