Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Darstellung der Situation

Die dominierende Ost-West-Verbindung durch das Fichtelgebirge stellt die B 303 dar. Als nördliche Umfahrungsmöglichkeit besteht die B 289. Im Süden kann das Fichtelgebirge auf der B 299 und der B 22 umgangen werden. Alle anderen Verbindungen sind von weit untergeordneter Bedeutung. Im wesentlichen beschränken sich die statistischen Werte daher auf die B 303, und hier nur auf jenen Abschnitt auf dem sie mit der Europastraße E48 identisch ist. Die Zahlenreihe von 1985 liefert eine Basislinie für das lokale Verkehrsaufkommen im Fichtelgebirge, da zu jener Zeit der “Eiserne Vorhang” doch noch ziemlich eisern war, der Verkehr also weitgehend durch die lokalen Bedürfnisse geprägt wurde.

Die aussagekräftigsten Zahlen liefern die Straßenverkehrszählungen 1990, 1993, 1995 und von 2000, da sie ein Profil des Verkehrs entlang des Verlaufs der Strecke liefern. Die Daten wurden den Berichten der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe Verkehrstechnik, V19 (BAST 1995a), V24 (BAST 1995b) und V42 (BAST 1997), V101 (BAST 2003) entnommen. Die Auswertung für 2005 ist noch nicht veröffentlicht. Hier wurden als Anhaltspunkt die Zahlen der automatischen Dauerzähstellen bei Schirnding un Bischofsgrün herangezogen (Quelle: Staatliches Bauamt Bayreuth). Um in etwa die geographische Lage der Zählstellen zu verdeutlichen wurde ein Ausschnitt aus der Karte der “Zählstellen auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen” beigefügt (BAST 2003).

Zusammenfassung

Im hohen Fichtelgebirge an der Zählstelle 9145 liegen heute die Zahlen des Durchschnittlichen Täglichen Verkehrs (DTV-Werte) unter denen des Jahres 1985; an nahezu allen anderen Zählstellen liegen die DTV-Werte unter den Zahlen von 1993. Selbst die DTV-Werte des Güterverkehrs sind seit 1995 nahezu konstant geblieben. Dies ist besonders bemerkenswert vor dem Hintergrund der Tatsache, dass das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr zwischen Deutschland und den Ost-Europäischen Ländern stark zugenommen hat. Da nach der Fertigstellung der durchgehenden Autobahnverbindung Nürnberg - Prag auf der A6 eine weitere Entlastung auf der B303 zu erwarten ist kann aus den Verkehrszahlen kein Bedarf für eine autobahnähnliche Verkehrsverbindung durch das Fichtelgebirge abgeleitet werden.

Auskunft über die Verkehrslage an den drei Hochfränkischen Grenzübergängen zur Tschechischen Republik geben die Zahlen der Polizeidirektion Niederbayern/Oberpfalz, die jährlich veröffentlicht werden. Hier beobachtet man zwar seit 1998 lokale Verschiebungen zwischen den Übergängen, die Gesamtzahlen sind jedoch konstant geblieben. Lediglich bei Güterverkehr - der in den Gesamtzahlen bereits enthalten ist und im Wesentlichen über den Grenzübergang Schirnding abgewickelt wird stellt man zwischen 1998 und 2005 einen Anstieg um 50% fest.

Nur ein geringer Teil der bei Schirnding nach Deutschland einfahrenden Lkw quert jedoch das Fichtelgebirge auf der B 303. Dies wird deutlich, wenn man den zeitlichen Verlauf der Verkehrsstärke an der Zählstelle 9101 betrachtet. Hier hat der Gesamtverkehr stark abgenommen, während die Zahl der täglich durchfahrenden Lkw zwischen 1998 und 2005 lediglich um 16% angestiegen ist (siehe Diagramm unten).

Quellen

BAST 1995a: ““Straßenverkehrszählung 1990 - Ergebnisse für Bundesfernstraßen”, Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen V19.

BAST 1995b: “ “Straßenverkehrszählung 1993 - Ergebnisse für Bundesfernstraßen”, Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen V24.

BAST 1997: “Straßenverkehrszählung 1995 - Ergebnisse für Bundesfernstraßen”, Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen V47.

BAST 2003: “Straßenverkehrszählung 2000 - Ergebnisse”, Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen V101.

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26.04.2017, 23:38 Uhr

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