Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

Home
News
Die BI
Presse

Der Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn wurde diese folgende Frage gestellt:

"Die veröffentlichte Raumempfindlichkeitsanalyse sieht drei mögliche Korridore nördlich der bestehenden B303 vor. Außerdem scheint auch noch die Option Ausbau der B303 im Rennen zu sein. Welche Gründe sprechen Ihrer Meinung nach aus Sicht der Planer gegen einen Ausbau der bereits bestehenden B303? Ist die Untersuchung der Korridore eher als juristische Formalie einzustufen, um letztlich die Freigabe zum Ausbau der bestehenden B303 zu erlangen, oder sind das tatsächlich favorisierte Varianten?"

Eine durchaus berechtigte Frage, die sich sicher viele Menschen im Fichtelgebirge stellen. Unsere Antwort:

Leider haben wir keine über die Presseveröffentlichung hinausgehenden Informationen, da die Regierung von Oberfranken ihr "Herrschaftswissen" - den Inhalt beider Studien - (noch) nicht veröffentlicht hat. Im Fränkischen Tag (Bamberg, Kulmbach) stand zu lesen: "Als Alternative zur Autobahn soll nach den Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans auch ein bestandsnaher vierspuriger Ausbau der B 303 weiter untersucht werden. Heinrich Gehring, der Leiter des Sachgebiets Straßenbau an der Regierung von Oberfranken, gab dieser sehr aufwändigen Variante jedoch bereits jetzt keine Chance." Ohne jede Angabe von Gründen.

Und die Frankenpost Hof berichtete: "Neu hinzu gekommen ist mit der Analyse der „bestandsorientierte Ausbau" der bestehenden B303. Deren autobahnähnlicher Ausbau setzt voraus, dass die neue Trasse im Raum Marktredwitz von der jetzigen Bundesstraße abschwenkt und dass Tröstau eine Südumgehung bekommt. Ab Bischofsgrün müsste in westlicher Richtung bis zur A 9 bei Gefrees völlig neu gebaut werden, um das Maintal bis Bad Berneck zu umgehen; hier, so Reinhard Pirner vom Straßenbauamt Bayreuth, sei der Ausbau technisch nicht möglich." Seit Beginn der Planungen im Jahr 1972 wird stets ein Bau einer neuen Trasse favorisiert, sei sie zwei- oder vierspurig, die von Schirnding auf der kürzesten Strecke zur A9 führt. (Die neue Straße wurde immer als reine Transitstrecke ausgelegt.) Wenn man ein Lineal auf eine Karte legt, dann ist die kürzeste Verbindung schlicht und einfach eine möglichst gerade Trasse von Schirnding zur A9 bei Friedmannsdorf. Alles nach der Prämisse: kürzeste Strecke = geringste Baukosten. Alle anderen Überlegungen scheinen dieser Vorgabe untergeordnet zu sein.

Die Untersuchung der Korridore ist zwingend notwendig. Ganz im Gegensatz zu einer "juristischen Formalie" war die Raumempfindlichkeitsanalyse erst die Vorstufe zu eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung, die erst im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens durchgeführt wird.

An dieser Stelle ist die Darstellung der Regierung von Oberfranken, wie sie leider nur aus der Presse bekannt wurde, nicht korrekt. Es wird vorausgesetzt, dass der Bedarf für eine B 303 neu festgestellt wurde, weil das Projekt im Bundesverkehrswegeplan steht. Gerade die Einstufung mit naturschutzfachlichem Planungsauftrag für beide Teile der B 303 neu bedeutet aber, dass dieser Bedarf erst anerkannt wird, wenn alle ökologischen Bedenken gegen eine neue Trasse ausgeräumt sind. Diese Prüfung obliegt nach einer geplanten Linienbestimmung dem Bundesamt für Naturschutz in Leipzig. Erst, wenn nach zufrieden stellender Prüfung und nach einem Planfeststellungsbeschluss die Mittel für die B 303 neu durch den Bundestag in den Bundeshaushalt eingestellt sind, dann besteht formell ein Bedarf für diese Straße. Schlicht und einfach die Korridore auszuweisen, welche die geringste Beeinträchtigung verursachen, genügt den Anforderungen keineswegs.

Es ist also noch ein langer Weg bis zum ersten Spatenstich. Und unser Widerstand ist nicht umsonst!

Wir laden alle ein:Mittwoch, 18.4.2007, 19 Uhr, Informationsveranstaltung auf dem Waldstein; und natürlich:

Dienstag, 1. Mai 2007, 13.30 Uhr Demonstration auf dem Waldstein für unser Fichtelgebirge!

Terminkalender

Kontakt
Unsere Partner
Seitenzugriffe
26.07.2017, 22:32 Uhr

Nutzungsbedingungen ~ Impressum